der Blog für Tansania - 13 Monate Songwe | Mit Tatütata auf Safari

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Mit Tatütata auf Safari

Da zurzeit Ferien an meiner Schule sind und weder Lehrer noch Schüler auffindbar sind trafen wir uns in Iringa mit den Anderen Freiwilligen von Amani. Wie es der Zufall so will wohnt etwas außerhalb Iringas Saidi. Saidi ist ein geborener Tansanier mit Frau und Restaurant in Berlin. Er baut seit kurzem in Tansania ein zweites Standbein auf: eine Lodge mit geplanten vierzig Häusern und der Möglichkeit auf Safari zu gehen. Sein Container aus Deutschland enthielt lustiger weise einen alten Feuerwehrtruck der Freiwilligen Feuerwehr Königsberg und einen gelben VW-Bus der Ost-Kälte GmbH.

Samstagmorgen also standen wir um halb vier Uhr auf um rechtzeitig am verabredeten Treffpunkt zu sein. Nach minimaler Verspätung kam Saidi um halb sechs aus der Dunkelheit angefahren und wir konnten allesamt einsteigen, auf dem Weg nahmen wir noch zwei Medizinstudenten aus Matema mit. Bereits nach einer halben Stunde änderte sich der Straßenbelag von Beton auf Sand und wir ruckelten mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 70km/h auf der Sandpiste entlang. Kurz vor dem Park kauften wir noch lokale Spezialitäten am Straßenrand ein und Frühstückten nun während der weiteren Fahrt.

Bereits kurz nach Betreten des Parks lief uns eine kleine Elefantenfamilie über den Weg. Als Safari-Neulinge ließen wir die Kameras in bahnbrechenden Geschwindigkeiten arbeiten. Im Laufe des Tages sahen wir ein ums andere Mal Elefanten in größeren Gruppen wie alleine Unterwegs.

Auch Giraffen wahren unsere ständigen Begleiter und gern gesehenes Tier. Mit ihren langen Hälsen aßen sie immer von der Baumkrone beziehungsweise bei kleineren Bäumen von oben herunter. War eine Giraffe in Sichtweite, grasten in der Nähe meist auch Gazellen und nutzten den Weitblick der Giraffe als Sicherheit vor Löwen oder ähnlichen jagenden Tieren.

Nilpferde und Krokodile hielten sich immer direkt im oder zumindest beim Wasser auf und waren daher Garanten für eine schöne Landschaft mit Tieren. So faul wie die Krokodile waren, sonnten sie sich einfach auf einer Landzunge.

Generell haben wir eine Autosafari gemacht, weswegen wir immer von der Ladefläche aus einen guten Blick hatten. Austeigen war uns leider verboten. Vielleicht mache ich mal noch eine Fußsafari die es uns mir ermöglichen würde auch etwas individueller den Park zu besuchen. Der Ruaha-Nationalpark ist weitausgrößer als der Serengeti-Nationalpark und ist der zweitgrößte Nationalpark in Afrika nach dem gerade entstehenden Great Limpopo Transfrontier Park.

In naher Zukunft soll in Songwe ein Flughafen fertiggestellt werden und der Haupteingang nach Mbeya verlegt werden. Bis jetzt führen alle Safaris über Iringa.

geschrieben am Sonntag, den 11. September 2011 um 19:00 Uhr von Tobias Ruby