der Blog für Tansania - 13 Monate Songwe | Annual Exam 2011

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Annual Exam 2011

Seit Letzen Freitag ist mal wieder alles anders an der Schule. Form IV ist ja bereits zu Hause und nun schreibt auch Form III ihre jährlichen Exams.

Im Gegensatz zu Deutschland wird in jedem Fach eine Jährliche Prüfung geschrieben. Diese hat sogar einen so hohen Stellenwert dass sie über sitzenbleiben oder bestehen entscheidet. Da nicht überall die Examen so gut ausfallen wie in Computer Science, haben die Lehrer ihren „Markbooster“ um den Schnitt zu verbessern. Auch in Deutschland gibt es diese Art der Trickserei.

An der Pandahill werden die Streams (Klassen) nach Noten zusammengesetzt. Auf einer Skala von 1 (A) bis 5 (F) werden Noten wie im Englischen vergeben. Die Annual Exams habe ich hier einmal kurz Zusammengefasst.

Stream H 1,8 (B)   Stream E 2,2 (B)   Stream P 2,4 (B)   Stream Day 3,2 (C)

Unsere Arbeiten bauen sich für gewöhnlich aus drei Teilen zusammen. Der erste ist klassisch „Multiple Choice“, der zweite „True or False“ und der letzte „Composition.“.

Natürlich liegt das Hauptaugenmerk mit 54% der Punkte auf dem letzten Teil. Was allerdings auch am meisten Korrekturarbeit verlangt.

Die Annual Exams befassen sich mit dem ganzen Thema das dieses Jahr behandelt wurde. Also Themen wie zum Beispiel ICT, Datenbanken, MS Access, HTML, … . Zum Glück gibt es alte Arbeiten von denen man sich Tipps holen kann und daher nicht von Null anfangen muss. Und doch macht es Spaß sich Fragen zu überlegen und hinterher zusehen wie Schüler darauf antworten und man dann vielleicht die ein oder andere Unklarheit in der Frage erkennt oder eine Doppeldeutigkeit übersehen hat.

Dies ist zum Beispiel eine der Fragen aus dem „Multiple Choice“-Bereich. Eigentlich sogar relativ einfach, wobei es natürlich auch bei so einfachen Fragen immer wieder Schüler gibt die von der naheliegenden Antwort abweichen.

Hier war es an scheinend schon schwieriger. Wenn auch etwas mehr enttäuschend da ich mich noch genau erinnere das ist in einem Nebensatz sogar erwähnt hatte: „Passt auf! Solch eine Frage kann in den Exams dran kommen!“

Im letzten Teil müssen die Schüler dann natürlich etwas selber schreiben. Während sich meine Lehrer noch über meine Schrift beklagt hatten, beschwere ich mich nun über die Schrift meiner Schüler: „Das ist ja chinesisch was die schreiben!“. Hier war nun zu sehen, wer einfach nur Variationen von „Form – to form – forming - …“ lieferte und wer wirklich wusste was ich meinte und wollte. Zwar musste ich ab und zu auch einmal null Punkte vergeben, doch zum Glück nicht regelmäßig.

Insgesamt war ich zufrieden mit meinen Schülern, auch wenn ich für die Zukunft mich den Day-Schülern etwas mehr widmen möchte. Diese sind etwas abseits des Internatslebens und haben daher nicht ganz so viel Zugang zum  Computer Lab. Denn auch hier sitzen durchaus helle Köpfe drin die nur gefördert werden wollen.

geschrieben am Samstag, den 26. Oktober 2011 um 01:30 Uhr von Tobias Ruby