Advent, Advent, die Sonne brennt!
Es ist nun zwar schon das Jahr 2012, doch möchte ich noch kurz auf die Advents- und Weihnachtszeit eingehen.
Meine Adventszeit war geprägt von meiner Reise durch Tansania. Auf Reisen, wenn nicht sogar teils schon vorher in Songwe, verliert man ein wenig das Zeit- und Tagesgefühl. So verpasste ich bezeichnender Weise den dritten Advent vollkommen.
Während die Adventszeit kirchlich gesehen am letzten Novemberwochenende begann, startet mit dem Aufbau der Weihnachtsmärkte der ökonomische Part, so zumindest in Deutschland. In ganz Tansania habe ich leider keinen einzigen Weihnachtsmarkt, keinen Schnee, keine Kälte und auch keinen Glühwein aufgefunden.
Dafür, ich konnte es kaum fassen, verkaufen manche Dukenbesitzer oder Straßenverkäufer Weihnachtsbäume! Man kann sie zwar nicht mit denen aus Deutschland vergleichen doch hätte ich mir sofort einen gekauft, wären da nicht die logistischen Probleme auf der Reise gewesen wären. Dafür haben sich die anderen Amani Freiwilligen zusammengetan und sich für die Reise im Zug einen gekauft.
Auch die typisch tansanische Bongo-Flava-Musik bekam für gut einen Monat ernsthafte Konkurrenz. So konnte man nun überall weihnachtlicher Musik lauschen; sei es im Dalladalla, aus dem Auto unseres Schulpriesters oder aus dem Fernseher einer Chipsy-Duka.
Weihnachten selbst, in Deutschland meist bereits an Heiligabend gefeiert, findet hier erst am 25. Dezember statt. Dann werden die Kinder und Familien beschenkt sofern die nötigen Geldmittel vorhanden sind. Der kirchliche Teil, egal welcher christlichen Glaubensgemeinschaft, findet Heiligabends statt. Mit Chor und DJ begehen die Kirchgänger das Fest. Dies zu einer für Tansanier ungewöhnlichen Zeit von 22 Uhr, wenn alles Dunkel ist und normalerweise das Dorf zur Ruhe kommt.
 
 
Auch ich habe, trotz einiger tausend Kilometer Entfernung Weihnachtsgeschenke bekommen – überbracht von meiner mich besuchenden Familie!
Angefangen bei den stark vermissten besten Plätzchen von meiner Oma über sechs 0,33L Tannenzäpfle meiner Jungs bis hin zu einem Bilder-Update und einem Teenachschub von den Minis(-tranten).
Und natürlich vielen Grüßen, ob als Grußkarte oder auch einfach mündlich überbracht. DANKE! Es hat mich richtig gefreut
geschrieben am Samstag, den 21. Januar 2012 um 18:40 Uhr von Tobias Ruby